07
Sep
08

Google Chrome – Browser oder Datensammler

Google machte die Tage einen weiteren Schritt in Richtung der scheinbar angepeilten Weltherrschaft. Der Konzern veröffentlichte eine erste Version seinen Hauseigenen Browsers Google Chrome. Die Features sind meiner Meinung nach nichts großartig neues, Konkurrenten wie Firefox und der Internet Explorer bieten sie schon seit langem. Einzig wirklich neu ist die „Ingoknito-Funktion“ mit der man einzelne Tabs von Sachen wie dem Verlauf etc ausnehmen kann, somit kann ab sofort Papa auf Pornoseiten stöbern und muss nicht mal dran denken den Verlauf hinterher manuell zu löschen, damit Mama nichts mirbekommt ;)

Viel bedenklicher find ich persönlich wie Google seine Macht immer weiter ausbaut. Neben einiger Sicherheitslücken, die wohl jeder Browser in den kinderschuhen hat, mahnt das auch Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, hier ein Auszug von der heise-news zu diesem Thema:

„In diese Kerbe haut auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): Es sei problematisch, dass Google ein Produkt in der Testversion aufgrund seiner Marktmacht einer breiten, zum Teil technisch wenig versierten Öffentlichkeit zugänglich mache, sagte BSI-Sprecher Matthias Gärtner gegenüber der Berliner Zeitung. Chrome sei zwar „bequem, aber kritisch“, nicht nur weil das Programm noch nicht ausgereift ist, sondern auch wegen der Datensammelwut von Google. „Google Chrome sollte nicht für den allgemeinen Gebrauch eingesetzt werden“, betonte Gärtner wie schon andere Sicherheitsexperten.“

Also Vorsicht und Augen auf bei der Browser-Wahl ;)


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