Ja, jeden Tag nutzen laut offiziellen 700.000 Fahrgäste die Fahrmöglichkeiten der Rheinbahn, einer dieser höchst zufriedenen Kunden bin ich. Ich beginne also so gut wie jeden meiner Tage, damit aufzustehen, mich fertig zu machen und das Haus Richtung Fachhochschule zu verlassen, zum Glück ist da ja noch ein ordentlich Stück Stadt mit Hilfe des ÖPNV zu überbrücken. Also geh ich zu Haltestelle und freue mich schon über die ersten, gerade der Grundschule entwachsenen, Engel die sich an der Haltestelle fröhlich lachend schlagen, in den Bauch treten und dabei frohlocken als würden sie für eine spätere Karriere im SM-Bereich oder Profi Wrestling üben. Diese Darbietung wird leider all zu früh durch den gerade einmal 3 Minuten zu spät einrollenden Zug (immerhin hatte er vorher 2 Stationen ohne großen Verkehr zu überleben, die Fahrer sind manchmal schon um ihren Streß zu bedauern) beendet. Kaum betritt man den Zug schalmeien einem schon die höchst audiophilen Klänge aus hochmodernen mobilen Kommunikationsaparaten (im Volksmund auch Handy genannt) entgegen und fordern einem im Aggro-Berlin-Sido-Style auf sich selbst zu „ficken“, schöner kann man in einer Straßenbahn einfach nicht begrüßt werden. Leider verleitet ein innerer Zwang einen dazu sich die Ohren mit Miniaturboxen zu versiegeln und mit eigens mitgebrachter Musik sich selbst mal etwas komplett anderes zu gönnen. Danach verläuft so eine Bahnfahrt eigentlich ruhig, bis sich die erste Person in die Tür stellt und den Rucksack, während auf dem Rücken getragen, noch auf der Straße zu lassen beschließt. Kommiert wird sowas von einem lauten Warnpiepen, dass die Person auf Grund der „Fick dich“-Liedes leider nicht als solches interpretiert, verständlich. Erst ein freundliches „Pass ma auf du Idiot, wenn du in der Lichtschranke stehen bleibst geht et hier ned weiter“ reißt den harmlosen Mitreisenden aus seiner Trance und wir können endlich weiterfahren. Dann ist die erste Etappe auch schon geschafft und es geht ans umsteigen. Hochmoderne Technik verkündet wann welche Bahn wo losfährt, also alles kein Problem, wenn denn die Bahn nicht überfüllt wäre und mal wieder jemand nicht ganz verstehen würde warum die Bahn nicht losfahren kann, wenn sich noch eine Extremität des Fahrgastes auf dem Bahnsteig befindet, der Rest aber innerhalb der Bahn. Aber wenn das geklärt ist, fährt die Bahn, mit Unterbrechungen ähnlicher Art an jeder Haltestelle, ihren weg und wenige Minuten später ist man glücklich am Ziel und freut sich den Rest des Tages auf eine ebenso angenehme Rückfahrt.
Archiv für März 2008
BimmelBammel – Ein Tag im ÖPNV
Ostern – Was macht der Hase da?
Ja das ist mein erster Blogeintrag in diesem neuen Schönen Blog
Tja nun ist es mal wieder so weit, es geht auf Eiersuche, denn das jährliche Osterfest steht vor der Tür. Seit Anfang Januar gab es deshalb bereits in allen einschlägigen Geschäften wunderschöne bunte Schokoeier, aus den Resten der Weihnachtsmänner gegossene Schokohasen und vieles vieles mehr. Die Menschen rennen wie nicht einmal 4 Monate zuvor vollkommen hektisch und aufgelöst durch die Läden um vor den Feiertagen noch alle nötigen Nahrungsmittel zu bunkern, um nicht zu verhungern. Immer natürlich unter der Prämisse Kafreitag auch bestimmt keinerlei Fleisch zu sich zu nehmen, denn das kommt einem Frevel gleich, so hing doch heute vor kaum noch zählbaren Tagen eine netter Junger Mann an zwei Holzlatten. Dabei frag ich mich allerdings, wenn dieser Herr übers Wasser gehen konnte, warum brauchte man denn Nägel um ihn am Kreuz zu halten? Und was hat dieser ominöse Hase mit allem zu tun? Immerhin ist die Verbindung eines kleinen Nagetiers, das Eier versteckt, zu einem ans Kreuz geschlagenen Heiland nicht sehr offensichtlich. Und was macht man wenn man etwas nicht weiß? Richtig! Wikipedia fragen. Das liefert zum Thema Osterhasen unter anderem eine sehr schöne Vermutung:
# Christliches Symbol des Osterfestes ist das Lamm. Der Osterhase könnte von einem mehr als schlecht gezeichneten Schaf bzw. einem „verbackenen“ Osterlamm herstammen. Dies erklärt zwar den Hasen – nicht, warum er die Eier bringt.
Aber ist all das wirklich nur auf eine schlechte Zeichnung zurückzuführen? Oder sind die Zusammenhänge größer und ist Jesus nachher gar kein Mensch gewesen, sondern ein Hase? Und was hat Leonardo da Vinci damit zu tun? Antworten auf diese Frage gibt das „Fantastic Easter Special“ von South Park.
Naja irgendwie hab ich schon wieder genug von Ostern und da es im Moment soviel schneit in Deutschland kommt der Hase vielleicht eh nicht, sondern erfriert, wenn dies der Fall wäre, dann bitte vor meiner Tür, dann gäbs Sonntag ein leckeres Hasenragout.
In diesem Sinne ein frohes Osterfest oder die ein oder andere nette Schneeballschlacht